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Schöne Dinge sind etwas Wunderbares. Wenn Renata Ravell heute, mehr als 30 Jahre nach ihrem Berufsstart, die Bühne betritt, geht jeden Abend aufs Neue ein Raunen durch das Publikum: welch schöne Erscheinung! Bei einem achtungsvollen Raunen wird es aber nicht bleiben: wenn die Ravell nach ihrem Auftritt ihren nicht enden wollenden Applaus in Empfang nimmt, dann liegt hinter den Damen und Herren im Saal eine Zeit des Amüsements, dann wurde wunderschönen Melodien und der wunderbaren Stimme der Ravell gelauscht, dann gab es einen augenzwinkernden Dialog zwischen Künstler(in) und Publikum, dann haben die schillerndsten Kostüme mit den Scheinwerfern um die Wette gefunkelt - kurz: was da auf der Bühne geschehen ist war, professionellstes Entertainment.

 
 
 

Doch beginnen wir etwas früher!

Olaf absolvierte eine Lehre als Einzelhandelskaufmann. Eine in der DDR begonnene Ausbildung zum Dekorateur vollendete er in West-Berlin und erschuf wunderbare Schaufensterdekorationen.
Aber Olaf hatte ganz andere Träume – er wollte Schauspieler und Sänger werden!
Eines war dem jungen Mann klar: er würde hart dafür arbeiten müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Er nahm Gesangsunterricht bei Kammersänger Maxim Rossi-Rissmann und der sehr bekannten Berliner Diseuse Ada Hecht. Um diese Ausbildung zu finanzieren, absolvierte er bereits kleinere Auftritte, bei denen er sehr erfolgreich die Stimmen bekannter Künstler imitierte. Bei einem dieser Auftritte sah ihn eine Künstleragentin und überredete Olaf, Coferencier zu werden. Sie sähe eine große Bühnenkarriere für Olaf, allerdings unter einer Bedingung: die Männerklamotten müssten glitzernden Damenkostümen weichen.
Nach einigen Verunsicherungen und Zweifeln tat Olaf genau das, was die Agentin ihm empfahl:

 

"RENATA RAVELL" war geboren !
 

Heute sagt sie: „Es war eine verdammt harte Zeit, aber ich traf so außergewöhnliche Menschen, hatte die Gelegenheit zu wunderbaren Engagements und tingelte durch ganz Deutschland – inzwischen bin ich dankbar, dass mir nichts geschenkt wurde, ich mir jeden Erfolg hart erarbeiten musste.“
Sie sang, tanzte, conferierte und unterhielt ihr Publikum nach allen Regeln der Kunst – und immer begleitet von dem Verwirrspiel um Mann oder Frau ?

1975 kam für Renata Ravell der internationale Durchbruch. Der berühmte englische Showproduzent Paul Raymond sah die Ravell in Hamburg und engagierte sie sofort als Gaststar für die weltbekannte „Paul-Raymond-Revue“ nach London. Nach diesem Sprungbrett folgte eine erfolgreiche 7-Städte-Tournee durch die deutschen Clubs in Amerika. Es schlossen sich Gastspiele an in Südfrankreich – Nizza, Aix-en-Provence, Cannes und Avignon. Im berühmtesten deutschen Nachtclub, dem New-Eden-Saloon in Berlin, hatte Renata danach ihr Stammhaus. Deutschlands Playboy Nr.1 Rolf Eden erkannte sofort Renatas einzigartiges Potenzial. Jahrelang war sie der gefeierte Star der Eden-Revue auf dem Berliner Ku’damm. Der ganz große Durchbruch gelang 1988, als Europas größtes und bekanntestes Revue-Theater, der Ost-Berliner Friedrichstadtpalast, sie exklusiv für die Revue „So oder So“ egagierte – und das als West-Berliner Travestie-Künstler! An diese Erfolge anknüpfend, brillierte Renata im Palast der Republik in ihrer Personality-Show „Ich bin, was ich bin“. Eine ausgedehnte DDR-Tournee mit dem bekannten Schauspieler Walter Plathe schloss sich an.
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Nach der Wende erfolgten unzählige Gala-Auftritte in den neuen Bundesländern.

Drei Monate moderierte sie die Show-Tournee der „California Dream Boys“ vor ausverkauftem Haus – viele Fernsehanstalten berichteten darüber. Jahrelang gastierte Renata Ravell im Berliner Urania-Theater beim Festival der Travestie, und auch das weltweit berühmteste Travestie-Cabaret „Pulverfass“ engagierte die Ravell für viele Gastspiele als Stargast. Im Staatstheater Stuttgart wurde die Ravell 1998 für die deutsche Erstaufführung von Peter Turinis Theaterstück „Die Schlacht um Wien“ engagiert.
Mit dem Tourneeunternehmen „Zauber der Travestie“ tourte Renata durch ganz Deutschland.
Seit einigen Jahren buhlen nun auch die großen Seereiseveranstalter um Renata. Viele Gastspiele auf Kreuzfahrtschiffen haben einen festen Platz im Terminkalender von Renata Ravell, so z.B. das *****-Schiff „Europa“. Mit ihrem Soloprogramm trat sie erfolgreich auf vielen deutschen Kreuzfahrtschiffen auf, u.a. Maxim Gorki, Mona Lisa, Lily Marleen, Astor, Astoria, Alexander von Humboldt, Albatros, Artania, Amadea, Delphin, Delphin-Voyager und Delphin-Renaissance.

Dazwischen blieb immer noch Zeit, zwei CDs herauszubringen:
„Die Welt ist wie ein großes Zirkuszelt“ und „Mal’ mir deine Sehnsucht ins Herz“.

In dem 2012 erschienenen Film über das Leben von Rolf Eden „Immer nur Glück gehabt“ gab Renata als Zeitzeugin ein ausführliches Interview. In dem 2013 erschienenen Buch gleichen Titels wurde sie lobend in Wort und Bild erwähnt.
Ganz neu im Programm ist die Zusammenarbeit mit dem russischen Künstler-Duo Kaljushny (Piano und Klarinette), woraus das Kleinkunstprogramm „Viva la Diva“ entstand.
Eine weitere Herausforderung ist die Zusammenarbeit mit der Big-Band „Chamäleon“.

Was macht Renata Ravell so erfolgreich, was hebt sie ab von anderen Travestie-Künstlern ?

Es ist ihr feiner, damenhafter Witz, der feminine Charme, das wohlüberlegte Wort, das niemals unter die Gürtellinie gehen wird, die Fähigkeit sensibel mit einer geballten Ladung Situationskomik mit ihrem Publikum zu spielen. Hinzu kommen die warme, ausgebildete Stimme, die schillernd-elegante Bühnengarderobe und jahrzehntelange Erfahrung.
Heute ist Renata Ravell einer der führenden Travestie-Künstler in Deutschland, und immer bleibt die große Frage: